La Bajada Hill – es ging abwärts damals

Der spanische Name dieses Abschnittes der Route 66 hat also seinen Sinn. Der La Bajada Hill ist Teil des sogenannten Santa Fe Loops, einer Streckenführung, die in den Jahren 1926 bis 1932 Bestandteil der alten Route 66 war.

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Die Strecke wird schon in den frühen Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegt und nach und nach für die damaligen Automobile ausgebaut, so dass sie relativ gefahrlos das starke Gefälle von der Bajada Mesa hinunter nach La Bajada Village, wo ein Trading Post und ein Motor Court gebaut werden, meistern können. Dieser Teil des „National Old Trail Highways“ wird im Jahr 1926 zur Route 66 und im Zuge des wachsenden Verkehrs immer weiter verbessert. Trotzdem bleiben die Haarnadelkurven dieses Segments für so manchen Fahrer und sein Automobil – und besonders dessen Bremsen – eine Herausforderung. Was die Tourbusse der Fred Harvey Company, unter dem Namen „Indian Detours“, nicht daran hindert, die Strecke zu befahren, sicher ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, wenn man die technischen Möglichkeiten jener Zeit in Betracht zieht.

Man kann sich heute kaum vorstellen, wie es damals aussah am La Bajada Hill. Die Straße ist nur noch eine von Steinen aller Größenordnungen übersäte Piste, die sich 0,7 Meilen in Serpentinen den Berg hinauf bzw. hinab windet.

Für uns geht‘s aufwärts, als wir am frühen Morgen, kurz nach Sonnenaufgang am Fuße der Mesa unsere Autos abstellen. Ein Stück der alten 66 haben wir gerade hinter uns, den Santa Fe River über die Brücke in La Bajada Village überquert und jetzt soll es losgehen.

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Nick Gerlich, unser fachkundiger Führer auf dieser Tour zu wenig bekannten Abschnitten der frühen Route 66, lässt uns die „Snake Guards“ um die Unterschenkel schnallen. Snake Guards – Schutz gegen Klapperschlangen, die es hier reichlich gibt. Wir tragen sie auf fast allen Hikes während dieser Woche, die uns zu noch weiter abgelegenen Route 66 Resten führen werden. Zum Glück haben wir sie nicht gebraucht, kein „Rattler“ lässt sich sehen bzw. hören. But you never know…

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Wir sind dankbar für die Kühle dieser frühen Morgenstunde, denn es geht doch beträchtlich bergan. Die Tagestemperaturen werden 90 – 95 Fahrenheit erreichen. Bis es soweit ist, wollen wir zurück sein. Trotzdem nehmen wir genug Wasser mit, wir werden es brauchen. Das Erklimmen der Mesa über die rauhe Piste, ihre Überquerung durch hohes Gras und Lavagestein (watch for snakes!) und der anschließende Abstieg über einen „Seitenarm“ wird gut 2 1/2 Stunden dauern. Die Aussicht von der Mesa entschädigt für die Plackerei. We did ist – survived La Bajada Hill.

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Eine Wanderung, die sich sicher lohnt, aber nicht ganz „ohne“ ist. Und dass es sich um ein Teilstück der Route 66 handelt, ist nirgendwo auch nur ansatzweise zu erkennen. Man muss es halt wissen.

Ein Permit für den Trip hatten wir nicht – eigentlich sollte man sich beim Cochiti Pueblo eines besorgen. Gefragt hat uns aber niemand danach. Wer denn auch … wir sind keiner Menschenseele begegnet.

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