Chicago – Where Route 66 begins

Wer in Chicago unter dem „Begin“ – Schild steht, hat also noch 2448 Meilen Route 66 vor sich. Ein gutes Stück Arbeit und je nachdem, wie man es geplant hat, es wird dauern. Manche düsen in 14 Tagen über die Strecke, andere nehmen sich vier Wochen Zeit. Wir empfehlen Letzteres.

Über Chicago gibt es viel zu sagen oder zu schreiben, es ist so mancher Reiseführer und so manches Fotobuch mit Fakten und Motiven aus der drittgrößten Stadt der USA gefüllt worden. Wir beschränken uns aber auf den Verlauf der Route 66 durch die Innenstadt und die Outskirts. Hier einige Fotos aus dem Umkreis des Startpunktes Adams und Michigan.

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Chicago-Berghoff

Chicago-Street

Chicago-L

Wir waren an einem Samstag morgen dort und haben Glück, unser Auto gleich in der Nähe an einer Parkuhr abstellen zu können. Quarters sind genug vorhanden für die nicht allzu lange Besichtigung der umliegenden Straßen. Die Hochbahn, auch „The „L“ genannt, die direkt über den Straßen verläuft, fällt natürlich sofort ins Auge. Wir wollen hoch zu einem der Bahnhöfe und dort fotografieren, was uns von einem der Angestellten freundlich aber bestimmt verwehrt wird. Unsere Kameras sind eben zu auffällig. Beim nächsten Mal nehmen wir nur die „Kleine“ mit.

Die 66 verläuft über die Adams Street westwärts – und schon sollte man sie wieder verlassen, genauer gesagt, an der Ecke zur South Clinton Street. Dort einen Block nach Süden bis West Jackson Boulevard und dann ein paar Meter nach Westen bis man auf der linken Seite das Lou Mitchell‘s erspäht. Das Restaurant ist Kult, sowohl für die Einheimischen, als auch für die 66-Touristen. Hier kann man seine Reise mit einem ausgiebigen Frühstück auf beste amerikanische Art beginnen. Vom „Begin“ Schild aus, lässt es sich auch gemütlich in einer knappen halben Stunde zu Fuß erreichen. Der Diner gehört zur 66, seit Jahrzehnten, eigentlich sogar seit es die Route 66 gibt. Um genau zu sein, seit 1923. Und Lou Mitchell‘s hat Kultcharakter. Wir haben Riesenglück an jenem Samstag im Mai. Direkt davor ist ein Parkplatz frei (der Ford Escape da links ist unserer) und gleich dahinter ein freier Tisch auf dem zur Terrasse umfunktionierten Gehsteig. Besser geht‘s ja gar nicht. Innen drin ist alles gerammelt voll, man braucht eventuell etwas Geduld, bis ein Tisch frei wird. Um uns herum wird sich über die Route 66 unterhalten, wir sind nicht die einzigen, die gleich in Richtung Westen aufbrechen werden.

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Gut gestärkt kann man sich dann auf die erste Etappe des langen Weges machen. Zurück also zur Adams, nach Westen abbiegen und weiter bis zur Ogden Avenue, der man bis nach Cicero folgt. Cicero hat den zweifelhaften Ruf, Al Capone und seinen Kumpanen in den 20er Jahren Schutz geboten zu haben. So liest man es jedenfalls überall, aber ob da was Wahres dran ist? Ist ziemlich egal, dieser Ort bietet das typische Bild amerikanischer Vorstädte, nichts wirklich Besonderes. Einzig das Cindy Lyn Motel sticht als Route 66 Überbleibsel aus vergangenen Tagen heraus. Ein kurzer Fotostopp sollte schon sein.
Das Motel wird 1960 eröffnet und ist immer noch im Besitz derselben Familie. Einstmals mit 18 Zimmern begonnen, sind es nunmehr durch Anbau stolze 65.

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Weiter geht‘s auf der gut ausgeschilderten Route 66 durch Berwyn, wo die Straße zur Joliet Road wird, und Countryside in Richtung Interstate 55, die man für einige Meilen nehmen muss, da sie die 66 in diesem Abschnitt komplett ersetzt hat. An der Ausfahrt 268 (South Joliet Road) geht‘s wieder runter von der I-55 und weiter nach Romeoville. Über die SR53 verläuft die Route 66 nach Joliet, wo wir den nächsten Route 66 Stopp machen werden.

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