Wilmington, Braidwood – Gleich zwei Diner

Nachdem wir Joliet verlassen haben, wird‘s ländlich. Wir folgen der SR53 nach Süden. Passieren Elwood – nichts Besonderes hier – und nehmen Kurs auf Wilmington.

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Hier begegnen wir dem ersten Route 66 Giant. Oder auch Muffler genannt, aber der Muffler ist in diesem Fall ein Astronaut und nennt sich „Gemini Giant“. Schon seltsam, aber diese überlebensgroßen Figuren haben in den USA eine Geschichte. Es sind nichts anderes als in den frühen 60er Jahren zu Werbezwecken errichtete, fast 10 Meter hohe Figuren aus Fiberglas, die meist einen Gegenstand in den Händen halten, der mit dem jeweiligen „Business“ zu tun hat, für das geworben werden soll. Oft waren und sind das Autowerkstätten, deshalb die gängige Bezeichnung „Muffler Men“. Aber es gibt sie eben auch in anderer Form, mit „Hot Dog“, Axt oder eben als Astronaut, wie hier in Wilmington.

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Der Giant gehört zum benachbarten „Launching Pad“ Restaurant, das seit gut sechs Jahren geschlossen ist, aber in seinen guten Zeiten, den sechziger und siebziger Jahren, zu den meist frequentierten Dinern entlang der 66 in Illinois zählte. Fotografieren kann man ganz gut durch die Fensterscheiben. 🙂

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Offensichtlich hatten die damaligen Besitzer eine gewisse Affinität zur amerikanischen Raumfahrt, die ja in den 1960ern überaus viele begeisterte Anhänger hatte. Wobei der Raumhelm des Gemini eher wie eine Schweißermaske aussieht. Aber niemanden stört das. Wenn man ihn am Ortseingang von Wilmington stehen sieht, hält man eben. Über Geschmack lässt sich streiten, aber er gehört, wie so viele andere, eher kitschige Dinge, einfach dazu.

Weiter geht‘s über die Brücke des Kankakee River in Wilmington in Richtung Braidwood, unserem heutigen Ziel. Dort sollte man unbedingt am „Polk-a-Dot Drive-In“ anhalten. Das ist ein Klassiker unter den Dinern an der 66. Das Essen ist gut und sehr reichhaltig – sehr!

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Und außerdem können wir endlich unsere in Joliet ausgefallene Verabredung mit den Blues Brothers nachholen. Die stehen da draußen vor dem Diner herum. In edler Gesellschaft von Marilyn, James und Elvis, wobei der „King“ zusätzlich auch noch als Monsterfigur an der Einfahrt zum Diner-Parkplatz neben dem Route 66 Schild auf seiner Gitarre rumklimpert, wie sich das eben so gehört. „Kitsch as Kitsch can“ – klare Sache. Aber alle halten an. Ziel erreicht.

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Drinnen sieht‘s aus, wie in fast jedem 1950ies Diner. Die Wände vollgepflastert mit Fotos der alten Hollywood Legenden, die Juke Box in groß empfängt den hungrigen Reisenden, in klein steht sie auf jedem Tisch. Alles da, was zu einem US-Diner gehört.

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Ach ja, und einen Zerrspiegel haben sie auch noch… mussten wir natürlich auch verewigen :-).

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Soviel für heute… lasst es Euch schmecken im „Polk-a-Dot„.

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