Pontiac – A Friendly Town On 66

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Von Odell aus ist es nicht mehr weit bis Pontiac. In einer guten Viertelstunde kann man dort sein, so man nicht unterwegs noch ein paar „Road Pics“ von der 66 machen möchte. Zuerst verläuft die 66, wie so oft, direkt neben der Interstate, hinter Cayuga trennen sich die beiden Straßen und ein paar Minuten später ist man schon in Pontiac. Nein, die Stadt ist nicht nach der Automarke benannt. Und nein, die Automarke ist nicht nach der Stadt benannt. Schuld ist der alte Häuptling der Indianer, genauer gesagt Chief Pontiac, seines Zeichens ein Native vom Stamme der Ottawa. Der legte sich dereinst heftig mit den britischen Landräubern an, die er mit seiner Horde mächtig verprügelte und um ein paar hundert dezimierte. Das war so um 1763 herum. Somit ging Häuptling Pontiac in die Geschichte Amerikas ein, war recht berühmt und das reichte für Automarke und Kleinstadt in Illinois.


Für den 66 Roadie gibt‘s hier einiges zu sehen. Zudem belohnt das Städtchen den 66 Touristen mit sehr viel Aufmerksamkeit und einigen sehenswerten „Locations“. Unsere eigene „Pontiac Geschichte“, die recht ungewöhnlich ist und einen für uns völlig unerwarteten Verlauf nimmt, könnt ihr hier im Blog nachlesen:
https://abenteuer66.wordpress.com/2015/08/01/pontiac-illinois-ein-must-see-an-der-route-66/

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Die Stadt kann also mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Schon wenn man durch die Straßen fährt, fallen einem die vielen Murals auf, die viele Hauswände in der Innenstadt schmücken. Sie stammen aus den Jahren 2009 und später und kommen der damals touristisch ziemlich darniederliegenden Stadt sehr zu Gute. Eine Gruppe von etwa 150 “Mauerkünstlern”, die sich “Walldogs” nennt, sorgt für die Verschönerung Pontiacs. Die steigende Zahl der Route 66 Touristen tut ihr Übriges und so kann Pontiac für das Jahr 2014 stolz auf 25.000 Besucher zurück blicken. Tendenz steigend.

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Am besten lässt sich Pontiac per pedes erkunden und wer sich auf das Zentrum beschränkt, hat gar nicht weit zu laufen. Trotzdem sollte man sich Zeit nehmen und eventuell eine Übernachtung einplanen. Es gibt kein typisches Route 66 Motel, aber die „Ketten“ sind am Ortsrand vertreten, ein paar Minuten vom Zentrum entfernt. Wir waren sowohl im Quality Inn, als auch im Best Western, beide sind zu empfehlen. Zurück in die Stadt. Die besten Parkplätze gibt‘s direkt im Zentrum vor der City Hall (nicht mit dem wunderschönen Courthouse zu verwechseln!). Der Platz liegt genau zwischen dem Route 66 Museum und dem Sitz der Stadtverwaltung. Hier könnt ihr euer Auto abstellen – es kostet nichts – und euch auf den Weg durch die Straßen Pontiacs machen, die wie in vielen amerikanischen Städten in Blocks geteilt sind, so dass man immer den Überblick hat. Außerdem ist Pontiac ziemlich klein und wenn man will, kann man in einer halben Stunde fertig sein. Aber das würde dem Städtchen nicht gerecht. Also, take your time.

Das Route 66 Museum sollte die erste Anlaufstelle sein. Lohnt sich sicher. Und VIELLEICHT habt Ihr ja so viel Glück, wie wir… also wenn euch ein freundlicher Herr mit Namen Bob an der Tür begrüßt, dann ist das Bob Russell, der Bürgermeister. Und wie das dann bei uns so weiter ging … siehe oben. 🙂

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Im Hof des Museums steht der alte Bus, mit dem die Route 66 Ikone Bob Waldmire Jahre seines Lebens auf der alten Straße zugebracht hat. Seine Geschichte ist im Museum ausführlich dokumentiert, wir sparen uns das jetzt hier, denn darüber könnte man einen Roman schreiben. Aber den Bus, den sollte man sich von innen ansehen. Das ist kein Problem, drinnen sitzt ein netter Herr, mit dem sich prächtig über Waldmire und sein Gefährt plaudern lässt. Er erzählt Euch dann schon alles. Fotografieren ist übrigens, wie überall an der 66, erlaubt, sogar ausdrücklich erwünscht.

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Und falls Bob anwesend sein sollte, macht ein Foto mit ihm und Euch. Am besten vor dem berühmten 66 Mural an der Wand des Museums, direkt neben dem Waldmire-Bus. Das Mural hat es sogar auf das Titelblatt des 2016er National Geographic Route 66 Kalenders geschafft:
http://www.illinoisroute66.org/News/Details/ArticleID/4775/Pontiac-Route-66-Mural-Earns-National-Geographic-Calendar-Cover

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Weiter geht‘s zum Courthouse im Zentrum von Pontiac. Unterwegs immer wieder Murals. Wer hungrig ist, sollte bei Bernardi‘s, direkt gegenüber vom Courthouse in der North Mill Street, vorbei schauen.

Das Pontiac-Oakland Automobile Museum ist ebenfalls sehenswert, Freunde alter Autos kommen hier auf ihre Kosten. Und wer den Mut hat, nach Tim Dye zu fragen, könnte eine kleine private Führung durch „den Keller“ ergattern. Dort hat Tim seine private Sammlung von „Oil Cans“ untergebracht und noch ein paar andere Dinge. Tim hat das Museum zusammen mit Bob, den wir ja schon kennen, vor gut 5 Jahren gegründet.

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Durch Pontiac fließt der Vermillion River und drüber weg hat man drei „Swinging Bridges“ gebaut, die erste schon im Jahr 1898, die zweite im Jahr 1926 und die dritte 1978. Wer sich dafür interessiert, kann alles hier nachlesen: http://il-pontiac.civicplus.com/index.aspx?NID=422. Swingt ruhig mal rüber.

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Zum Schluss noch ein paar Nachtbilder aus der um diese späte Stunde leergefegten Downtown.

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Have a good night, Pontiac.

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