Chatham, Auburn, Nilwood, Carlinville – Ein bisschen Nowhereland

Zwei Möglichkeiten also ab Springfield der 66 zu folgen. Hier die erste und weniger bekannte. Zwischen den Jahren 1926 und 1930 bzw. 1932 verlief die Streckenführung weiter westlich. Der heutige Highway 4 war damals die Route 66.

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Wir verlassen Springfield also nicht auf der I-55 (das wäre die andere Version, auf die wir noch zurück kommen), sondern folgen dem Highway 4, der im Westen der Stadt schnurstracks nach Süden führt.

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Jetzt erweist sich unser EZ66 Guide einmal mehr als sehr hilfreich.

Nach knapp drei Meilen erreichen wir Chatham und fahren ohne Stopp durch, hier gibt es nichts Besonderes zu sehen. Ein paar Minuten später aber biegen wir für einen kleinen Abstecher rechts ab in die Snell Road. Die 66 folgte damals genau diesem Weg. Das Besondere daran: die Straße ist mit roten Ziegelsteinen gepflastert. Sie ist auch unter dem Namen Auburn Brick Road bekannt. Die Ziegel stammen aus dem Jahr 1932, die beiden kleinen Brücken aus dem Jahr 1920, als die 66 noch nicht die 66 war.

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Gleich um die Ecke findet man Becky‘s Barn, ein Souvenir – und Antiquitäten Laden. Schon wieder einer. Der Barn wird aber gerne von Route 66 Reisenden besucht, man bekommt die üblichen Memorabilia, wobei der Besitzer etwas merkwürdig sein soll. Die Straße beschreibt eine langgezogene Linkskurve, bevor sie kurz danach wieder auf den Highway 4 trifft.

Für das nun folgende Auburn trifft das selbe zu, wie für Chatham – also fahren wir ohne Aufenthalt durch. Weiter geht es über Land via Thayer, Virden und Girard nach Nilwood. Der Abschnitt zwischen Girard und Nilwood hat sich seit den zwanziger Jahren kaum verändert, es gibt inzwischen so einige Risse in der Straßenoberfläche, die der Zahn der Zeit in den vielen Jahren hinein genagt hat.

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In Nilwood halten wir aber mal an. Ein winziges Kaff an der alten 66. Hier ist der Hund ziemlich begraben. Man trifft kaum Leute auf den wenigen Straßen, die durch das Nest führen. Aber wir entdecken ein Postamt. Und da wir Briefmarken benötigen … warum nicht in Nilwood, Illinois kaufen? Gesagt, getan, Ellen geht Marken kaufen, wäre ich im Auto Schmiere stehe … äh… sitze. Man weiß ja nie. Die Sorge ist unbegründet, Ellen verschnackt sich ein paar Minuten mit der Postmeisterin, die ganz aus ihrem Posthäuschen ist, weil sie Kunden von Overseas hat. Wahrscheinlich waren wir an dem Tag Dorfgespräch unter den gerade mal 300 Einwohnern. Ein bisschen „berühmt“ sind die „Turkey Tracks“ – Truthahnspuren im Beton der Donaldson Road, einem Teil der örtlichen 66. Über das Schicksal des Federviehs, das die Spuren im Beton hinterlassen hat, ist nichts überliefert. :-). Leider haben wir bisher kein Foto davon.

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Unser Ziel für heute rückt jetzt näher. Carlinville, 5600 Einwohner stark und Sitz der Macoupin County Verwaltung. Hübsch ist der zentrale Platz, ein riesiger Kreisverkehr, mit seinen Ziegelsteinbauten.

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Man kann hier in Carlinville Route 66-like übernachten und zwar im Carlin-Villa Motel. Die Namensgeber haben sich ja mal was einfallen lassen…
Egal, das Motel ist klein, sauber, einfach, günstig und ursprünglich. Es gibt T-Shirts 🙂
Hier ein paar Eindrücke:

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Ach ja, manchmal spukt es … 😉

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