Carterville, Joplin – Entering Tornado Alley

Wir sagen Good Bye zum Boots Court in Carthage, wenden uns für zwei Blocks auf der Garrison nach Süden, biegen dann links ab auf die Oak Street, der wir ein Stück folgen bis zur Überquerung der US71/I-49. Kurz danach geht‘s links auf den Old 66 Blvd. Dies ist die exakte Straßenführung der Route 66 in Carthage. Es geht noch einmal vorbei am 66 Drive -In-Theatre und wir erreichen Brooklyn Heights. Hier geht‘s über die Kreuzung mit der 171 und wir kommen nach Carterville. An der Pine Street bitte scharf links (über die Bahnschienen) bis zur Main Street in Downtown. An der Ecke befindet sich das 66 Carterville Cafe.

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Ein Stück weiter ein Mural, das die Carterville Comets an einer Backsteinwand verewigt, jedenfalls so lange nix abblättert oder das Gebäude platt gemacht wird. Gleich hinter dem Comet‘s Park steht ein schöner alter und verrosteter Abschleppwagen vor Bulger Motor Company. Daneben hängt ein Route 66 Wegweiser mit den Entfernungsangaben nach Chicago und Santa Monica an der Wand der Werkstatthalle.

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Wir nähern uns langsam unserem Zielort Joplin. Zuerst führt uns die 66 aber noch durch Webb City. Dort an der Ecke Broadway/Madison Street biegen wir links ab nach Süden bis zur Zora Street. Hier rechts ab und ein paar Blocks weiter wieder links in die Florida. Weitere fünf Blocks und dann rechts in die Utica Street. War das jetzt kompliziert? Man kann auch einfach den weiß-blauen Schildern folgen ;-).

An der Utica steht ein kleines Häuschen, das einmal eine 1930er Shamrock – Phillips 66 Tankstelle war. Sehr viel später zogen Friseure dort ein, der letzte war Dale Holly. Das Schild steht noch vor dem Haus. Das Fenster ist mit einigen historischen Zeitungsausschnitten zur Geschichte dieses Gebäudes beklebt, das sich inzwischen stolz als Joplin Historic Landmark bezeichnen darf.

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Weiter geht‘s mit der vetrackten Straßenführung: Vom Barbershop auf die Euclid, dann links auf die St. Louis und nach ein paar Blocks wieder rechts auf den Broadway, der uns zur Main Street in Joplin führt. Ab jetzt wird‘s dann leichter 🙂

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Das Auto lässt man am besten auf dem Parkplatz gegenüber der City Hall an der Main Street stehen. Leicht zu erkennen an dem Mural mit der roten Corvette.

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Rein in die City Hall, wo wir uns nach Patrick Tuttle erkundigen, dem Director of Joplin Convention and Visitors Bureau. Seinen Namen haben wir von Ron Hart, dem Chairman der Route 66 Chamber of Commerce in Carthage erhalten. Patrick ist anwesend, begrüßt uns sehr herzlich, es werden auch gleich ein paar Erinnerungsfotos gemacht. Man freut sich über Route 66 Besuch in Joplin. Patrick führt uns durch das ganze Haus, in dem sich einige Ausstellungen befinden, u.a. Route 66 Murals. Die Krönung ist der Sitzungssaal des hiesigen Stadtrats, dem Joplin City Council. Wie man sieht, hat Joplin für zwei Minuten einen neuen Mayor samt Assistentin. Sogar die Fahne war vor uns nicht sicher. :-). Alles kein Problem, im Gegenteil, Patrick erklärt und zeigt uns alles. Und natürlich erzählt er uns die Geschichte, die Joplin weltweit zu trauriger Berühmtheit gemacht hat: Der Tornado vom 22. Mai 2011. Damals wird die Stadt von einem der verheerendsten Twister der amerikanischen Geschichte heimgesucht. Fast 1,6 km misst der „Schlauch“ im Durchmesser. Er macht 25% der Stadt dem Erdboden gleich, 162 Menschen kommen ums Leben. Patrick zeigt uns Fotos von damals, die er selbst aufgenommen hat. Kein schöner Anblick.

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Hier, wenn Ihr Euch selbst ein Bild machen wollt, wie gewaltig und zerstörerisch der Tornado war: Joplin Tornado

Die Folgen sind heute noch sichtbar. Das zerstörte Gebiet im Süden der Stadt ist zwar „aufgeräumt“, aber keine Bäume, keine Häuser, es sieht eher parkähnlich aus, platt irgendwie. Über die Twisters in der Tornado Alley, in der wir uns ja hier befinden, später mehr, wenn wir Chandler/Oklahoma erreichen.

Sehenswert ist das I am Joplin Mural an einem Gebäude gegenüber der Seitenfront der City Hall. Das Mural zeigt über 300 Fotos von Bürgern der Stadt, die eine Tafel mit „I am …“ in den Händen halten. Geschaffen von Art Feeds, einer Non-Profit Organisation, die sich um die Kinder der Stadt kümmert und versucht deren Ängste und Stress, die im Zusammenhang mit dem Tornado stehen, abzubauen. Innerhalb von drei Tagen sind die benötigten Mittel für das Mural durch Spenden zusammen gekommen.

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An der Main Street finden sich noch einige hübsche Neons und andere Route 66 Relikte, die man sich am besten zu Fuß erläuft.

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Joplin ist die letzte Station der Mother Road in Missouri. Wir verlassen die Stadt auf der 7th Street – das ist die 66 – und folgen dieser für etwa fünf Meilen. Kurz hinter der Malange Road geht‘s rechts ab (hier steht ein Schild „Old 66 Next Right“) auf den Old 66 Boulevard, der uns nach Kansas bringt.

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