Amarillo – Steaks, Schmuck, Cadillacs

Die 66 aka 2161 schließt sich nach kurzer Zeit wieder der Interstate an. Sobald die I-40 erreicht wird, nimmt man die nächste Möglichkeit zur Überquerung und fährt nach links auf die North Frontage Road, der wir bis zum Exit 85 folgen.

Hier gibt es einmal mehr zwei Möglichkeiten: Das ältere Alignment führt geradeaus über den Highway 2575. Dieser folgen bis zum Zaun der Flughafens, dort rechts ab auf die Avenue B, die wieder auf die neuere Version der 66 trifft. Die zweite Möglichkeit: Sie führt ab Exit 85 über die BL40 vierspurig zum Amarillo Airport. Das zuerst erwähnte ältere Alignment verläuft quer über das Flughafengelände, aber hat natürlich am Zaun ein Ende.

Amarillo ist eine Großstadt mit 175.000 Einwohnern. Wir werden uns hier auf den Verlauf der 66 durch die Stadt beschränken, vorbei an dem ein oder anderen sehenswerten Relikt. Die Straße ist ausgeschildert, man findet sich also recht leicht zu Recht.

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Alanreed, Groom, Conway – The way to Amarillo

Wir verlassen McLean über die BL40, die nach kurzer Zeit auf die 26 trifft. Hier LINKS abbiegen, der 26 nach Süden folgen. Durch die scharfe Linkskurve bis zur Unterführung der Interstate 40. Drunter her fahren und rechts auf die South Frontage Road. Dieser folgen wir gut sechs Meilen bis nach Alanreed. Es ist wichtig, die South Frontage zu nehmen, die auch eines der Original 66 Alignments ist, weil man nur von dort nach Alanreed hinein fahren kann. Kurz vor dem Ort heißt die South Frontage Road 271 auf der wir durch das kleine Städtchen fahren können.

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Es gibt noch eine andere Möglichkeit von McLean nach Alanreed zu fahren. Dazu würden wir der 66, wie sie vor 1932 verlaufen ist, folgen. Heute ist dieser Abschnitt eine Dirt Road, die aber bei gutem Wetter problemlos zu befahren ist.

Dazu nehmen wir in McLean den Hwy 273 nach Süden bis zur County Road BB. Dort rechts abbiegen. Nach vier Meilen macht die BB einen Knick nach Süden. Dem folgen und dann wieder rechts. Immer der BB folgen, die südlich von Alanreed eine 90 Grad Rechtskurve macht und über die Mainstreet in den Ort hinein führt. Es gibt nicht wirklich was zu sehen auf diesem Stück außer „Gegend“. Aber vielleicht trotzdem ganz reizvoll, mal abseits des Asphalts über die Route 66 zu zockeln.

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Shamrock, McLean – Welcome to Texas

Steigen wir also ein in unser Route 66 Gefährt, wie immer es auch aussieht, lassen ganz relaxed den Arm aus dem Autofenster hängen und machen uns auf nach Texas, wo ja angeblich alles größer, weiter, toller sein soll, als anderswo. Das Land der Cowboys und Cowgirls erwartet uns, das Land der großen Hüte, Halstücher und Cowboystiefel. Die Landschaft verändert sich, das Grün Oklahomas wechselt zum Braun-Gelb der texanischen Prärie.

Wer Karl May gelesen hat, kann sich unter dem Llano Estacado, den Staked Plains etwas vorstellen. Genau durch dieses Gebiet führt uns die Route 66. Da Karl May ein phantasiereicher Schriftsteller war, hat er die Pfähle erfunden, die den einsamen Reiter durch diese öde, baumlose Graslandschaft führen sollten und ab und zu auch ins Verderben, wenn ruchlose Bösewichter die Pfähle umgesteckt haben:
Aber auch noch in anderer Beziehung ist diese Wüste gefährlich. Da nämlich weder Baum noch Strauch als Wegweiser dienen kann, so hat man den Weg, welcher durch sie führt, mit langen, kahlen Stangen bezeichnet; daher sie den Namen Llano Estacado, das ist die abgesteckte Wüste, führt. Nun gibt es dort allerlei Gesindel, deren Anführer diese Pfähle herausreißen und in falscher Richtung stecken lassen. Wer ihnen dann folgt, geräth immer tiefer in die Oede hinein, muß elend verhungern und verdursten, und ist er dann todt, so wird sein Leichnam von den feigen Räubern beraubt.“ (K. May: Waldröschen)

Nun ganz so doll treiben es die Bewohner des Panhandle heute nicht mehr. Wir können uns also getrost auf den Weg durch den Llano Estacado machen. Der Name geht übrigens auf die frühen europäischen Siedler zurück, die unter Führung des spanischen Eroberers Francisco Vasquez de Coronado dieses Land betreten und es nach den Steilhängen der umgebenden Felsen, die sie an Palisaden erinnern, Llano Estacado nennen. (Ebene von „Palisaden“ umgeben). DAS ist die wahre Geschichte.

Jack Rittenhouse, der im Jahr 1946 als erster ein „Guide Book to Highway 66“ geschrieben hat, das man auch heute noch als Nachdruck bekommen kann, beschreibt die Straße im Panhandle als „Straight, paved highways and great efficient ranches now obliterate all traces of the big herds of buffalo which roamed here, together with the Indians; the Kiowas and Comanches.

Die Route 66 in Texas – Gateway zum Westen, zum „wilden“ Westen einst, denn schon vor Entstehung des Highways gibt es hier zahlreiche Trails und Pisten, über die die Helden und Antihelden des ausgehenden 19. Jahrhunderts das Ziel ihrer Träume zu erreichen suchten. Erst die Route 66 bringt Ordnung ins Durcheinander, gibt endlich Orientierung für alle, die auf ihrer Reise dieses Gebiet passieren.

Von „No Place Like Texola“ bis zur Grenze, die von einem simplen grünen Schild „Texas Stateline“ markiert wird, sind es gerade mal 500 Meter. Und wieder erreichen wir die I-40, die vierspurige 66 verengt sich und wird wieder zur südlichen Frontage Road oder auch Interstate Service Road. Kurz vor Shamrock trennen wir uns wieder von der Interstate, fahren geradeaus auf der East 12th Street, dem Highway 40 und der Route 66 mitten in das Städtchen hinein.

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Sayre, Erick, Texola – Get your kicks

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Wir folgen weiter der 40/Route 66 nach Westen. Am Highway 6 vorbei geht es bis kurz vor die Interstate Ausfahrt 32. Kurz nachdem wir die 34 passiert haben, scharf rechts auf die North Frontage Road abbiegen. Nach ca. 4,5 Meilen geht‘s wieder über die Interstate (nach links) auf die South Frontage Road, die uns zu der kleinen hübschen Brücke über den Timber Creek bringt. Die Straße ist schmal, die gelben Linien „eiern“ ein wenig. Aber die Brücke ist ein schönes Fotomotiv. Rechts braust der Interstate Traffic vorbei.

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Weatherford, Clinton – 66 flair all the way

Für Freunde von Ghost Stories: Auf dem nächsten Abschnitt der 66 zwischen Lucille‘s und Weatherford spukt‘s! Wer dort leichtsinnigerweise des Nachts einher fährt, sollte auf einen älteren Herrn mit Buckel achten. Trenchcoat und Bogie Hut. Er geht gerne zu später Stunde den Highway entlang, besonders bei Regen und Nebel. Also nicht erschrecken, wenn die Erscheinung im Scheinwerferlicht auftaucht. Er ist harmlos. Alle Zeugen haben die Begegnung heil überstanden.

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