Santa Rosa – A step back in time

Für den nächsten Abschnitt nach Santa Rosa müssen wir kurz hinter Cuervo am Exit 291 auf die Interstate, die die 66 für die nächsten 14 Meilen unter sich begraben hat. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Pre-1950 66 über den heute so genannten „Cuervo Cut Off“ führte. Dieses Stück ist eine Dirt Road in extrem schlechten Zustand. Wer möchte kann in Cuervo nach links auf die County Road 20 abbiegen, ihr bis zur 156 nach Süden folgen. Dann weiter auf der 156 nach rechts (Westen) und auf dieser weiter fahren bis man kurz vor Santa Rosa (am Loves Travel Center) auf die 84 trifft. Wieder rechts die I-40 queren und auf der BL40 nach Santa Rosa hinein. Wie gesagt, very rough und eigentlich nicht zu empfehlen, da es unterwegs absolut nichts zu sehen gibt.

Also nehmen wir lieber den bequemeren Weg über die I-40 bis zum Exit 277, wo wir nach der Ausfahrt rechts wieder auf die BL40 treffen, die hier auch Will Rogers Drive heißt. Und Route 66 natürlich.

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Bekannt ist Santa Rosa eher für seine kleinen, aber tiefen Seen, die im Umkreis um die Stadt verteilt liegen. Es handelt sich um, durch ein unterirdisches System verbundene, sehr tiefe „Löcher“, die mit kristallklarem Wasser gefüllt sind. Das schönste und bekannteste ist das Blue Hole. Wer also dort nach langer Autotour ein erfrischendes Bad nehmen möchte, dem sei dies empfohlen. Wir haben es leider bisher versäumt, deshalb gibt es keine Fotos. Um dorthin zu gelangen, fährt man auf der 66/Will Rogers Drive geradeaus und hinter der Auffahrt auf die Interstate (Exit 275) links in den Lake Drive bis zum Blue Hole Drive. Dort scharf links am Park Lake vorbei und dann sind es nur noch ein paar Meter.

Santa Rosa‘s Ursprünge finden sich im Jahr 1865 unter dem Namen Aqua Negro Chiquita. Der Bezug zu den dunklen Gewässern ist leicht erkennbar. Wieder ist es die Eisenbahn – und zwar immer noch die Rock Island and Pacific Railroad – die die winzige Ansiedlung aufblühen lässt. Die Stadt schafft es sogar bis zum Guadeloupe County Seat. 1930 hat auch die Route 66 den Ort erreicht. Die schon bekannte Entwicklung nimmt ihren Lauf, Santa Rosa wird zum Übernachtungspunkt für viele Reisende auf ihrem langem Weg durch immer karger werdendes Land.

1935 nimmt das Club Cafe seinen Betrieb auf. Das feiste Antlitz eines Fat Man schmückt 56 Jahre lang die Fassade dieses traditionsreichsten Restaurants bis es 1991 schließlich doch geschlossen wird. Heute steht nur noch das Werbeschild, das Gebäude selbst wird 2015 abgerissen. Wir haben es noch erleben und fotografieren können.

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Der Fat Man aber wird gerettet. Heute thront er über dem Eingang zu Joseph‘s Bar and Grill. Der andere, unter 66 Roadies recht bekannte und oft frequentierte Diner ist das Route 66 Restaurant. Der gelbe T-Bird vor dem Haus und die markante Beschilderung auf dem Dach sorgen für Aufmerksamkeit. Man kann in beiden recht gut essen, wobei sie nicht zu den Gourmet-Tempeln entlang der 66 zählen. Burger können sie ganz gut.

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Auch Santa Rosa gehört übrigens zu den „Movie Locations“. Und es ist wieder John Steinbeck‘s Film Früchte des Zorns, dem wir hier begegnen. John Ford lässt Henry Fonda einen Dampf speienden Güterzug beobachten, als dieser sich über die Rio Pecos-Brücke quält. Die Brücke ist leicht zu finden: Von der Hauptstraße gleich hinter der Straßenbrücke über den Rio Pecos rechts ab auf die Serrano Avenue. Man sieht die Brücke sofort. Die Serrano und der anschließende Riverside Drive sind ein altes pre-1937 Alignment der 66, was inzwischen durch ein Schild vor der Brücke angezeigt wird.

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Santa Rosa kann mit einigen recht gut erhaltenen, für die Route 66 typischen Motel, Lounge und Diner-Schildern aufwarten. Eine Auswahl davon haben wir hier mal zusammen gestellt.

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Man muss eigentlich nur den Will Rogers Drive, der ja die Hauptstraße durch die Stadt ist, entlang fahren. Einmal rauf, einmal runter und man hat sie alle gesehen. Wobei es sich lohnt, das ein oder andere genauer in Augenschein zu nehmen, stellen sie doch auch recht fotogene Motive für die heimische Festplatte dar. Besonders erwähnen möchten wir das alte Schild des Rio Pecos Truck Terminals, das mitten in der Stadt überlebt hat. Die Zapfsäulen des 1955 gebauten Terminals sind längst verschwunden, das Schild steht auch schon auf wackligen Beinen, aber NOCH widersteht es tapfer dem Zahn der Zeit, der an anderen Orten der Stadt schon sein Werk getan hat.

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Für die Fans von „American Classic Cars“ ist ein Besuch im Santa Rosa Auto Museum ein MUSS. Leicht zu erkennen an dem aufgespießten gelben Auto an der Einfahrt. Auf dem Parkplatz steht auch einiges an Oldtimern herum. Drinnen erwartet den Fan der US Achtzylinder eine recht umfangreiche Kollektion, die sich durchaus sehen lassen kann. Natürlich fehlt auch nicht das typische Beiwerk solcher Ausstellungen. „Back to the Fifties!“

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