Chambers, Petrified Forest NP, Adamana Road, Sun Valley – Durch die Painted Desert

Nachdem wir unsere kleine Rundfahrt durch Sanders beendet haben, fahren wir das kurze Stück zurück zur I-40, die wir überqueren und links auf die North Frontage Road abbiegen. Die Straße, die sich nach knapp vier Meilen ein wenig von Interstate und Bahnlinie entfernt und nach etwa sechs Meilen in Chambers scharf nach links abknickt und zwar sofort nachdem sie die 191 kreuzt, hat ein paar Überbleibsel aus glorreichen 66 Tagen aufzuweisen.

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New Mexico/Arizona Stateline, Lupton, Allentown, Houck, Sanders – Trading Posts und ein paar Secrets

Die Route 66 verlässt als Highway 118 Gallup in südwestlicher Richtung. Kurz vor Defiance knickt sie nach links ab (ausgeschildert als 118) und unterquert die I-40. Sofort danach wieder rechts abbiegen und der 118 für gut vier Meilen folgen. Auch hier verläuft die 66 wieder parallel zur Interstate und das bleibt auch noch eine Weile so. Am Exit 8 wechseln wir wieder auf die andere Seite, passieren den Mini-Ort Manuelito und erreichen nach kurzer Zeit und einer landschaftlich sehr schönen Fahrt durch das Tal des River Puerco die „Stateline“. Kurz vorher, genauer gesagt 600 Meter vorher, weckt rechter Hand eine Zufahrt unsere Aufmerksamkeit. Ein riesiger Alkoven, auf dem einige Teepees aufgereiht sind, beherbergt die erste Begegnung mit Chief Yellowhorse und seinen Verkaufsstellen indianischen Kunstgewerbes. Ein Route 66 Schild und zwei alte „Ami-Schlitten“ vor der formatfüllenden Höhle vervollständigen das Ensemble. Der Platz davor bietet genug Raum für Busse, und jede Menge sonstiger Fahrzeuge, auch Trucks sind welcome.

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Bluewater, Prewitt, Thoreau, Continental Divide – Ins Land der roten Steine

Wir verlassen Grants auf dem Highway 122 aka Route 66 in nordwestlicher Richtung, passieren den kleinen Ort Milan und erreichen nach gut sechs Meilen den Bluewater Trading Post auf der linken Seite. An diesem Abschnitt der 66, zwischen Milan und Prewitt reihen sich einige Überreste aus den guten Zeiten aneinander.

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Dazu zählt auch das Bluewater Motel, dessen verblichenes Neon sich noch heute trotzig gegen den heißen Wüstenwind stemmt.

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McCartys, Grants – Wo einst die Geigerzähler tickten

Unser Weg führt uns jetzt nach McCartys, wo wir einen Blick auf die Santa Maria de Acoma Mission werfen können. Die Missionskirche ist noch gar nicht so alt, geweiht wird sie im Jahr 1933, also zu einer Zeit, als die Route 66 „in full swing“ ist.

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Das Dorf liegt auf einem Hügel und von hier hat mein einen schönen Blick auf die vor der gegenüber liegenden Mesa vorbeiführenden Interstate, die Berge dahinter und die Eisenbahn im Vordergrund. Sonst gibt es nicht viel zu sehen in McCartys, aber der Ort ist der westliche Ausgangspunkt für den vorher schon erwähnten Acoma Pueblo oder auch Sky City.

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Los Lunas Loop, Rio Puerco, Laguna, Budville, San Fidel – Durch New Mexicos Indian Country

Da sind wir also zurück in Albuquerque. Leider tut uns die Route 66 nicht den Gefallen, ohne Wahlmöglichkeit von hier aus geradewegs nach Westen weiter zu führen. Es gibt nämlich wieder zwei Streckenführungen. Da wäre zum ersten das Pre-1937 Alignment, der sogenannte Los Lunas Loop. Diesen Verlauf möchten wir der Vollständigkeit halber unbedingt erwähnen.

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Dazu müssen wir uns in Albuquerque auf den Highway 314 South begeben. Diesen erreichen wir am besten über die I-25 South, die die Central Avenue am Exit 224A kreuzt. Nach Süden auffahren und am Exit 223 gleich wieder runter auf die 314. Die Straße überquert als Bridge Boulevard den Rio Grande und knickt dann als Isleta Boulevard nach Süden ab. Hier folgt die ehemalige 66 dem Verlauf des großen Flusses. Die Strecke ist beschildert.

Am Exit 213 kreuzt sie wieder die I-25. Achtung: Kurz danach, VOR dem Ort Isleta, auf die 147 nach links abbiegen. Über die Eisenbahnschienen und den Rio Grande bis zum Isleta Pueblo. Wer möchte kann sich im Pueblo umschauen, es gibt eine sehenswerte Missionskirche. Bitte unbedingt, wie in allen Pueblos und Stammesgebieten der Indianer, die Fotografieregeln beachten.

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Santa Fe Loop – Santa Fe, La Bajada – Route 66 einmal anders

Auf geht‘s in die Hauptstadt New Mexicos. Santa Fe – man denkt an den Cowboy-Indianer-Wilden Westen, vielleicht an den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1951 mit Randolph Scott oder Errol Flynn und Ronald Reagan in Santa Fe Trail aus noch frühen Western-Jahren (1940). An die spanischen Conquistadores, die einst das Land mit Feuer und Schwert für die spanische Krone eroberten. Eine Stadt mit wechselvoller Geschichte ist das. Für amerikanische Verhältnisse eine alte Stadt. 1607 ist das Geburtsjahr der Siedlung in den Bergen New Mexico‘s. Ihren vollen Namen La Villa Real de la Santa Fe de San Francisco de Asis, was man mit „Königliche Stadt des heiligen Glaubens des Franz von Assisi“ übersetzen kann, erhält die Stadt vom ersten Gouverneur des damaligen „Kingdom of New Mexico“ Don Pedro de Peralta. Die nächsten Jahrzehnte verbringen die Spanier damit, die Pueblo-Indianer zu missionieren, was diese im Jahr 1680 dann satt haben und rund 400 Kolonisten und Missionare in die ewigen Jagdgründe schicken. Den Rest schicken sie auch, aber nur zurück nach Mexico. 13 Jahre später allerdings schlägt die spanische Krone zurück, alles wieder unter Kontrolle. Als Mexico von Spanien unabhängig wird, darf sich die Stadt als Hauptstadt des mexikanischen Gebietes von „Santa Fe de Nuevo Mexico“ bezeichnen. Inzwischen war der 1000 Meilen lange Santa Fe Trail in Betrieb genommen worden, der weitere Siedler in die Stadt bringt. Dann kommen die Yankees, man schreibt das Jahr 1846. Zwei Jahre später tritt New Mexico den Vereinigten Staaten bei. Soweit eine Kurzfassung der illustren Geschichte Santa Fe‘s.

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Zurück zur Route 66, die in ihren Anfängen dem Old Pecos Trail von Santa Rosa aus über Dilia, Romeroville und Pecos nach Santa Fe folgt. Und genau so sind wir ja auch gefahren. Wir beschränken uns – wie schon in Albuquerque – an dieser Stelle auf den Verlauf der Route 66 durch die Stadt. Santa Fe selbst soll in einem anderen Beitrag behandelt werden.

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Santa Fe Loop – Dilia, Romeroville, Tecolote, San Jose, Glorieta – A Journey through Time

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In den Anfangsjahren der Route 66 führt die Straße auf ihrem Weg nach Westen über Santa Fe. Die Hauptstadt New Mexicos wird bei der Streckenplanung nicht ausgelassen. Die 66 folgt also dem Old Pecos Trail von Santa Rosa aus über Dilia, Romeroville, Pecos und Glorieta nach Santa Fe. Von dort geht‘s in südwestlicher Richtung über den La Bajada Hill nach Bernalillo und schließlich nach Albuquerque. In Kauf nehmen muss man allerdings die zwar wunderschöne, aber auch teilweise gebirgige Landschaft von Zentral-New Mexico. Santa Fe liegt auf fast 2200 Meter Höhe. Die umliegende Gebirgsgegend wartet gerne auch zu Zeiten, in denen man eher frühlingshafte Verhältnisse erwartet, mit Schnee und Kälte auf. Elf Jahre lang müssen die frühen Route 66 Reisenden diesen Umweg bewältigen, ödes, fast schon wüstenähnliches Land muss durchquert, enge Gebirgspässe überwunden werden. Einer davon, La Bajada, hat es richtig in sich. Reihenweise stranden die schwachbrüstigen Töffs der 1920er Jahren an den steilen Serpentinen. Von Teer oder Pflaster natürlich keine Spur, man fragt sich manchmal, wie die Altvorderen es eigentlich geschafft haben, solche Verhältnisse zu meistern. AWD oder 4×4 sind ja noch Jahrzehnte entfernt. Goldene Zeiten für Abschleppunternehmen und Reparaturwerkstätten. Bis 1937 dauert es, dann ist der schon beschriebenen Shortcut über Moriarty nach Albuquerque fertig. Bis dahin jedoch gilt es, die Unwegbarkeiten dieser Strecke durch‘s Indianerland New Mexicos zu besiegen.

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